Heilpraktikerin in Harbach

Borreliose – hilft die wilde Karde?

Wer sind diese „Schrecken“ verbreitenden Bakterien und was macht sie so gefährlich?

Sie werden in unseren Breiten zu 90% durch den sogenannten Holzbock (Ixodes ricinus eine Schildzecke) übertragen. In Einzelfällen diskutieren Wissenschaftler als weitere Überträger Stechmücken und Bremsen. Ein geringes Risiko besteht in der Übertragung des Erregers während der Schwangerschaft von der Mutter auf das Kind.

Die schraubenförmigen, hochspezialisierten Erreger Borrelia burgdorferi sind sehr beweglich und können in kürzester Zeit in jede Zelle ja sogar bis in unsere Knochen gelangen. Sie sind unglaublich wandelfähig und verstecken sich im Organismus in vielen verschiedenen Formen, angepasst an das angetroffene Milieu im Wirt. Unser Immunsystem wird getäuscht und erkennt die Bakterien nicht.

Das ist auch der Grund warum nur ein bestimmtes Antibiotika verabreicht wird. Sobald die ärztliche Diagnose im Frühstadium auf Grund von einem Erythema migrans gestellt wird, kommt es zum Einsatz. (um die Einstichstelle bildet sich, in 30% der Fälle, eine sich ringförmig ausbreitende Rötung – die Wanderröte – sie tritt nach einigen Tagen (bis Wochen) auf)

Zu diesen ersten Beschwerden können sich auch grippeähnliche Allgemeinsymtome wie Schweißausbrüche, Abgeschlagenheit, Bindehautentzündung, heftige Kopfschmerzen, Durchfall und eine Lymphangitis („Blutvergiftung“) gesellen.

In dieser Frühphase gelingt es unserem körpereigenen Abwehrsystem in den meisten Fällen den Angriff der Borrelien zu verhindern. Das Infektionsrisiko steigt nach einer Saugzeit der Zecke von mehr als 12 Stunden.

Nur ein sehr kleiner Teil der Infizierten, rund ein Prozent (jährlich werden in Deutschland ca. 100.000 Menschen neu mit dem Erreger infiziert), entwickeln Krankheitssymptome. (Robert Koch Institut vom 12.02. 2014) Betroffen sind dann überwiegend die Haut, das Nervensystem und die Gelenke.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung verstärken sich die allgemeinen, grippeähnlichen Beschwerden. Es kommt zu stärkerem Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Gewichtsabnahme. In diesem zweiten Stadium der Borreliose zeigen sich die Beschwerden in einer unglaublichen Symptomvielfalt wie Haarausfall, unerträgliche Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsstörungen, extremer Nachtschweiß, schneller heftiger Pulsschlag, Lymphkotenvergrößerung, Herzrythmusstörungen, Herzschmerzen, Lichtempfindlichkeit und psychischen Veränderungen.

Es ist durchaus möglich, dass sich erste Organsymptome zeigen – an Herz, Leber, Niere, Lunge, Muskeln, Milz und anderen Organen. Entzündliche Vorgänge an den Nerven – außerhalb des zentralen Nervensystems – verursachen oft unerträgliche Schmerzen. Was meist innerhalb von sechs Monaten nach der Infektion einsetzt, ist die akute Neuroborelliose.

Typisch für das chronische Stadium oder Spätstadium der Lyme-Borreliose sind die Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer (ACA) – dunkelblaue Schwellungen mit anschließender Atrophie der Haut – die Hautgefäße werden sichtbar, Abbau von Bindegewebsfasern, Degeneration von Schweißdrüsen und Haarfollikel – an den Streckseiten der von der Mitte entfernten Extremitäten (v.a. Beine), in der Nähe von Gelenken (Knien, Fußrücken, aber auch Ellbogen, Handrücken).

Unbedingt genannt werden muss hier auch die chronische, durch Borrelien verursachte, Arthritis (Gelenkentzündung). Hier sind bei 80% der Betroffenen überwiegend die Kniegelenke befallen.

Ergebnis

Das oben Beschriebene macht verständlich, wie schwierig die Therapie einer Borreliose sein kann. Da es sich um eine, das ganze Organsystem ergreifende Erkrankung handelt, wird deutlich, dass begleitende Maßnahmen – wie Milieusanierung, Unterstützung des Immunsystems, Enzyme und vieles mehr – ausschlaggebend für eine erfolgreiche Behandlung sind. Jede Therapie muss auf den einzelnen Patienten abgestimmt sein, dazu kommt dass gerade bei der Borreliose möglichst rasch gehandelt werden muss.

Info

Informationen zur Labordiagnostik erhalten Sie bei Interesse auf der Webseite des Nationalen Referenzzentrums für Borrelien.

 

Gudrun Dittmar
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